Musikalische Grüße aus der Christuskirche

Die Christuskirche Landshut ist weit über das Dekant Landshut hinaus bekannt für ihre kirchenmusikalischen Darbietungen. Dazu gehören die großen Konzerte mit dem Motettenchor und dem Kammerchor der Christuskirche, aber auch die jährlichen Aufführungen der Kinderkantoreien und des Jugendchors. Und alle treten immer wieder in Gottesdiensten auf und geben diesen ein festlichen Rahmen. Hinzu kommen Konzerte mit bekannten Solisten, seien es große Stimmen oder Instrumentalmusiker.

KMD Volker Gloßner gibt regelmäßig Orgelkonzerte in der Christuskirche, und jeder in unserer Gemeinde wird das traditionelle Orgelkonzert bei Kerzenschein am Sylvesterabend kennen.

In unregelmäßigen Abständen erscheinen an dieser Stelle Musikalische Grüße aus der Christuskirche mit immer wieder neue Aufnahmen, und wir freuen uns, wenn Sie diese Grüße annehmen mögen.

Der dreizehnte musikalische Gruß von der Orgel der Christuskirche, gespielt von KMD Volker Gloßner,  kann ab Samstag, 25. Juli 2020, 17:00 Uhr, an dieser Stelle angehört werden. Dies ist dann auch der letzte musikalische Gruß vor der Sommerpause.

 

13. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche

Louis Victor Jules Vierne (1870-1937): Finale aus der Orgelsymphonie Nr. 1

Zum letzten musikalischen Gruß vor den Sommerferien hören Sie das Finale aus der 1. Orgelsymphonie des französischen Komponisten und Orgelvirtuosen Louis Victor Jules Vierne, der vor 150 Jahren geboren wurde.

Er studierte in Paris bei César Franck und Charles-Marie Widor. Zahlreiche Konzertreisen durch ganz Europa und die USA machten ihn weltbekannt. Im Jahre 1900 wurde er zum Titularorganisten an Notre-Dame ernannt, nachdem er kurz zuvor die erste von insgesamt sechs Orgel-Symphonien vollendet hatte. Er führte diese Gattung auf eine bis dahin unbekannte Höhe von Klangfarben-Reichtum, Mystik und zyklischer Architektonik. Seine Kompositionen sind Meisterwerke der Orgelmusik und zentraler Bestandteil des anspruchsvollen Orgelrepertoires. Insbesondere die Gattung der Orgelsymphonie führte Vierne zu ihrem stilistischen Höhepunkt und beeinflusste maßgeblich die weltweite Orgelkunst.

Der sechste Satz „Final“ in D-Dur ist eines von Viernes bekanntesten Orgelstücken geworden und der einzige Satz der Symphonie, der weitgehend im Stil einer französischen Toccata gehalten ist. Begleitet von Akkordbrechungen wie ein Glockengeläut erklingt das markante Thema im Pedal. In einem triumphalem Fortissimo gelangt das Finale und damit die ganze Symphonie zu einem grandiosen Schluss.

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12. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche

Louis James Alfred Lefébure-Wely (1817-1869): Sortie Es-Dur

Der vorletzte musikalische Gruß aus der Christuskirche vor den Sommerferien stammt von einem französischen Orgelkomponisten mit dem unaussprechlichen Namen Louis James Alfred Lefébure-Wely.

Seine Werke zeugen von einem eher pianistischen Salonstil, manche sprechen auch etwas abfällig von einem "mondänen" Stil. Gleichwohl wird er sehr gerne gehört. Für ihn war es wichtig, in einer Zeit, in der manche Zeitgenossen überaus ernsthaft, manchmal auch etwas schwer(fällig) komponiert haben, das Heitere, Gelassene, Diesseitige, ja Turbulent-Lustige in die Kirche zu bringen.

So erinnert das heutige, etwas kühne Stück an ein buntes Jahrmarkt-Treiben..... Viel Vergnügen!

 

 

11. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche

Johann Sebastian Bach (1686-1750):  Presto aus dem Concerto G-Dur BWV 592.

Der heutige musikalische Gruß stammt aus dem G-Dur-Concerto von Johann Sebastian Bach, BWV 592. Dabei hören Sie den dritten und abschließenden Satz mit der Tempobezeichnung „Presto“.

Die ursprüngliche Musik geht auf das Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar zurück. Die Transkription findet sich bei Bach um das Jahr 1714.

Der Finalsatz zeugt von großer Spielfreude und -laune. Gebrochene Akkorde und rasche Tonfolgen rollen den roten Teppich aus für eine wuchtige Bass-Melodie.


 

10. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche

Frederick L. Swann (1931): Trumpet Tune.

Im heutigen musikalischen Gruß hören Sie ein Orgelwerk, das aus der Feder des amerikanischen Organisten Frederick L. Swann stammt. Er wurde 1931 in Lewisburg, West Virginia, geboren. Sein Kompositionsstil ist vielleicht am besten im Bereich der Frühromantik anzusiedeln. Seine Werke zeugen oft von unerwarteten Einfällen, die aber in gängige Formen eingebettet werden. Im vorliegenden Stück, dem Trumpet Tune, gibt es diese unerwartete Wendung zu Beginn des Mittelsatzes mit changierenden Harmonien. Insgesamt aber umrahmt ein A-Teil und ein leicht modifizierter A'-Teil den besagten Mittelteil.

Das vorliegende Stück hat es auf die Hitliste von Orgelwerken zu Trauungsgottesdiensten geschafft.

In dem Musik-Verlag, der das Stück bewirbt, liest sich das folgendermaßen:
„Fred Swann, der Organist der Crystal Cathedral in Garden Grove, Kalifornien, hat dieses brillante Orgelstück mit imitierten Trompetenstößen geschrieben. Es passt sehr gut für Nachspiele, Hochzeiten oder zur Vorbereitung des Abendmahls. Dr. Swann spielt den Trumpet Tune oft auf seinen Orgelkonzerten auf der ganzen Welt.“

 

 

9. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche*

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Fantasie und Fuge g-moll, BWV 542.

Das Werk zählt 250 Jahre nach seiner Entstehung zu den berühmtesten Orgelwerken Johann Sebastian Bachs. Der charakteristische Beginn der Fantasie mit sechs  Akkordblöcken, die versuchen, eine freie, fast nicht zu bändigende Melodie zu erden, nimmt den Zuhörer in seinen Bann. Des weiteren fallen die überaus kühnen Harmoniefortschreitungen auf, die sich bis zur Sechsstimmigkeit entfalten und sogar so entlegene Tonarten wie es-moll streifen. Was Bach hier an Modulationen, chromatischen Rückungen, Trugschlüssen und enharmonischen Verwechslungen komponiert, weist weit in die musikgeschichtliche Zukunft.

Die Fuge basiert auf einem sehr prägnanten Thema mit Ohrwurmcharakter– melodisch und gleichzeitig voller Pracht. Selten gibt es eine Fuge in der gesamten Musikgeschichte, in der sich alle vier Stimmen so mit absolut gleich hervortretender Leuchtkraft bewegen. Der Part des Pedals ist brilliant und weitausgreifend. Das Werk ist vom ersten bis zum letzten Ton von einer spannungsvollen und unablässig vorwärtsdrängenden Vitalität geprägt – ein absolutes Meisterwerk!

8. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche

Joseph Rheinberger (1839 - 1901), 11. Sonate, opus 148, 2. Satz "Cantilene".

Als heutigen Gruß aus der Christuskirche Landshut hören Sie ein Werk von Joseph Rheinberger (1839 - 1901), die "Cantilene".
Rheinberger wirkte zum Ende des 19. Jahrhunderts in München als Hofkapellmeister und als Professor für Orgel. Seine 20 Orgelsonaten sind eine Fundgrube für jeden Organisten. Aus seiner 11. Sonate, opus 148, die sich über 20 Minuten Spieldauer erstreckt, ragt der 2. Satz heraus: Die weltbekannte, einschmeichelnde "Cantilene".
"Getupfte" Bassnoten des Pedals und weiche Harmonien der linken Hand rollen den roten Teppich aus für eine wunderbare Melodie, über die Viktor Lukas in seinem Orgelmusikführer schreibt: "Das sieht zunächst sehr barock aus. Aber der Schein trügt: Das Sentiment des 19. Jahrhunderts beherrscht den Ton, schleicht sich in die harmonischen Wendungen der Achtelgänge hinein und bewirkt im Anheben und Enden der zarten Linien ein wehmutsvolle Stimmungsbild."

 

7. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche

 

Antonio Vivaldi (1678 - 1741) Concerto D-Dur, Larghetto und Allegro, Orgelfassung von Johann Sebastian Bach (BWV 972)

In der Barockzeit galt es nicht als geistiger Diebstahl, wenn ein Komponist ein Werk eines anderen Komponisten bearbeitete. Vielmehr galt es als Wertschätzung gegenüber dem Kollegen. So sind uns annähernd 20 Konzertbearbeitungen von Johann Sebastian Bach überliefert, deren Musik aus der Feder eines anderen stammt, wie z.B. Benedetto Marcello, Georg Philipp Telemann, Herzog Johann Ernst von Sachsen-Weimar u.a.. Bachs Favorit aber waren die Violinkonzerte von Antonio Vivaldi. Dessen Musik muss Bach fasziniert haben, wenn man bedenkt, dass er mindestens sieben Konzerte von Vivaldi für Tastenintrumente übertragen hat.

Die zwei Sätze aus dem vorliegenden Konzert sind zwei wunderbare Beispiele so wohl für die musikalischen Ideen von Vivaldi, die von Leichtigkeit, Spiel- und Lebensfreude zeugen, als auch für die geniale Umsetzung Bachs, dessen Orgelfassung die ursprüngliche Sologeige samt Orchesterbegleitung fast nicht vermissen lässt.

Wir hören zuerst das Larghetto: Nach einigen einleitenden Akkorden setzt eine inspirierte Solo-Melodie ein, die in immer neuen Spielfiguren eine besondere Stimmung zaubert. Das folgende Allegro spielt Solo- und Tutti-Teile gekonnt gegeneinander aus - ein wunderbares Stück italienischer Musik.

6. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche:

Diesmal steht im Mittelpunkt des Musikalischen Grußes Präludium und Fuge D-Dur, BWV 532, von Johann Sebastian Bach.

Das berühmte, musikalisch wie technisch glanzvolle Werk ist eine Spitzenleistung des jungen Bach als Orgelkomponist und -virtuose aus der Frühphase seiner Weimarer Zeit. Bei diesem außergewöhnlichen Werk kombiniert Bach Elemente der norddeutschen Orgelschule sowie der französischen und italienischen Musik (Corelli).

Das in klarer Dreiteiligkeit konzipierte Präludium ist auch unter dem Titel “Piece d’Orgue” überliefert. Schon der Beginn des Stücks – eine aufwärtsstürmende D-Dur-Tonleiter des Pedals – signalisiert, daß es in diesem Stück um Virtuosität, besonders solche des Pedals, gehen soll. Es folgt ein kurzer Abschnitt, der in seiner scharfen Rhythmik an französische Orchesterouvertüren erinnert. Danach hört man einen lang ausgesponnenen alla-breve-Mittelteil, ganz im fröhlichen und wohllautenden Stil etwa der Corellischen Konzerte.

Der Schlußabschnitt führt einen völligen Umschwung der Stimmung herbei und ist geprägt von einer leidenschaftlichen und an harmonischen Überraschungen reichen Rezitativik (fünfstimmig mit Doppelpedal).

Das quirlig-lebendige Fugenthema verbreitet heitere Freudigkeit und unbekümmerte Spielfreude. Die Fuge mündet in ein rasantes Pedalsolo und einen kecken Überraschungsschluß.

5. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche:

Bezugnehmend auf das Pfingstfest, den Geburtstag der Kirche, steht die Komposition "Apparition de l'eglise éternelle" - auf deutsch: Die rscheinung der ewigen Kirche - im Mittelpunkt, eine visonäre Komposition des französischen Organisten und Komponisten Olivier Messiaen (1908 - 1992). Das etwa sechsminütige Stück entwickelt sich aus dem Pianissimo über ein groß angelegtes Crescendo bis zur größten Lautstärke der Orgel; dabei treiben unbeirrt und stetig fortschreitende tiefe Töne diese Entwicklung an, bis strahlende Akkorde in C-Dur und im stärksten Tutti die Kirche füllen. Gegen Ende des Werkes wird wieder die Anfangsdynamik erreicht. Die Kirche ist noch nicht vollendet....
Olivier Messiaen brachte viele neue Kompositionsansätze in die Musik des 20. Jahrhunderts ein. Er inkludierte alte griechische und indische Rhythmen in seine Kompositionen. Als anerkannter Vogelkundler und Ornithologe untersuchte er diverse Vogelrufe (Amsel, Nachtigall, Lerche u.a.) penibel genau, um sie dann möglichst naturgetreu in Orgeltöne umzusetzen und einzubauen. Mit seinen Orchester- (z.B. „Turangalîla-Sinfonie“) und Klavierwerken ist er einer der meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

4. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche:

Louis Victor Jules Vierne (1870-1937): Allegro aus der 1. Orgelsymphonie

An den Geburtstag des Komponisten Louis Vierne vor 150 Jahren wird zur Zeit häufig erinnert. Der fast blinde Komponist und Orgelvirtuose war von 1900 bis zu seinem Tod 1937 Organist an Notre-Dame in Paris. Aus seinem kompositorischen Schaffen ragen seine sechs Orgelsymphonien hervor, die in Nachahmung der orchestralen Sinfonien mit mehreren Sätzen, die thematisch miteinander verwoben sind, bis zu 45 Minuten dauern.
In heutigen "Musikalischen Gruß" erklingt ein Satz aus seiner 1. Symphonie, ein Allegro vivace, das knappe 5 Minuten dauert und sich wie eine flirrende Momentaufnahme an einem heißen Sommertag anhört.

3. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche:

Gottfried Fischer (1924-2009): Ein musikalischer Scherz über „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ oder: Wenn Mozart „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ komponiert hätte…

Gottfried Fischer (*1924 in Burgstädt † 2009 in Dresden) war ein deutscher Organist, Kantor und Kirchenmusikdirektor. Seine beruflichen Stationen waren: Fürstenschule in Grimma, Studium der Kirchenmusik an der Musikhochschule Leipzig, Kirchenmusikdirektor für den Kirchenkreis Oelsnitz, später Apostelkirche Dresden-Trachau und schließlich Dozent an der Kirchenmusikschule Dresden.

 

 

 

2. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche vom 9. Mai 2020:
Franz Liszt: Präludium und Fuge über B-A-C-H

 

 

 

1. Musikalischer Gruß aus der Christuskirche vom 2. Mai 2020:
Joh. Seb. Bach: Präludium und Fuge a-moll, BWV 543, Edition Peters

 

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