1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, in dem er namentlich die Kölner jüdische Gemeinde erwähnte. Es gilt als ältester Nachweis für jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.
Für das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ starteten die Katholische und Evangelische Kirche die Plakat-Kampagne

#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als Du denkst

Kernstück der Initiative sind Plakate für jeden Monat. So stehen die Monate Juli und August unter dem Motto: Auszeit vom Alltag: Schabbat beziehungsweise Sonntag.

Dazu eine jüdische und christliche Stimme:

Höhepunkt jeder Woche ist der Schabbat, der siebente Schöpfungstag, an dem wir in Nachahmung Gottes von unserem Tagewerk ruhen sollen. Die Geschäftigkeit des Alltages soll pausieren, damit wir uns an diesem Tag anderen Dingen widmen können, für die sonst wenig Zeit bleibt: Familie, Ausruhen und Auftanken, Gottesdienst und Geselligkeit in der Synagoge. Schabbat meint aktives Streben nach anderen Dimensionen unseres Seins. Der Schabbat ist kaum denkbar ohne die festlichen Mahlzeiten im Kreis von Familie und Freunden, eingeleitet von Segenssprüchen über Kerzen, Wein und zwei geflochtene Brotzöpfe.

Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

Gott sei Dank, es ist Sonntag! Aber was ist das eigentlich, der Sonntag?

- Jeder Sonntag ist ein Ostertag. Das macht ihn schön.
- Da kommt Freude auf. Der Ostertag, und der wöchentliche Ostertag, ist der erste Tag einer  
  verwandelten Wirklichkeit. Lassen wir das zu? Lassen wir uns aufrichten, üben wir -
  nicht nur - sonntags den aufrechten Gang?
- Sonntag ist der Tag des Herrn. Nicht des Vorstandsvorsitzenden Herr Dr. Müller, sondern
  eines aus dem Tod geretteten Gerechten. Des, in Gottes Spur, radikal anderen Herrn.

Prof. Dr. Susanne Sandherr